Ugge Bärtle - Skulpturen und Grafik zum 100. Geburtstag

 

Ausstellungsdauer:

04. November bis 16. Dezember 2007

 

 

          

 

 

Die Ausstellung wurde am Sonntag, 14. Oktober 2007, um 11 Uhr eröffnet.

 

 

Dr. Barbara Lipps-Kant und Ewald Schrade führten ein Gespräch über Ugge Bärtles künstlerisches Schaffen.

 

 

Menschliche Gestalt, Porträt und Reiterbild - bilden die thematischen Keimzellen, aus denen sich die Vielfalt von Ugge Bärtles plastischer Kunstwirklichkeit entfaltet, bis hin zum Alterswerk der "Gebilde". Ein hoher Grad an Abstraktion ist der lithografischen Kunst Bärtles zu eigen. Chiffren, Runen oder Rätselzeichen? Oder doch  Schmerzsymbole des von massiven Migränezuständen  heimgesuchten Künstlers?

 

Ugge Bärtle

 "Stürzender" (Bronze)

 

Pferd und Reiter bedeuten für den Künstler Ugge Bärtle schier unerschöpfliche Formvariation im Raum. Gesichtslos, meist ohne Arme und Beine bleibt der Reiter hoch zu Ross. Letzteres selbst in Konsequenz fragmentarisch.

 


Bärtle äussert sich zur Oberfläche:

"Für den Künstler wird die Oberfläche zu einem Kraftfeld. Auf ihr macht er Spannungen sichtbar. Sie ist notwendig, damit die Oberfläche zum Leben kommt. Dieses Lebendigwerden der Oberfläche ist eines der Kriterien für das Kunst-

werk. Die Kraft bewirkt, dass die Oberfläche nicht oberflächlich bleibt, im Dekor endet und sich nur noch im Ästhetischen bewegt. "

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Ugge Bärtle

Blick in die Ausstellung, Hubertussaal

KURZBIOGRAFIE

 

1925

Bildhauerlehre bei K. Merz in Tübingen

1928

Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München, Schüler von Prof. Wackerle

1929

auf der Walz in Italien

1930/33

Fortsetzung des Akademiestudiums in München, Meisterschüler von Prof. Wackerle

1933

Preis der Stadt München für den "Stehenden Jügling Georg"

1935

Studienreise nach Griechenland

1936/38

Lebt in Braunschweig und Hamburg

1940

Soldat in Frankreich

1944

das Hamburger Atelier wird durch Bomben zerstört

1945/46

in französischer Kriegsgefangenschaft

1946

lebt in Hamburg

1949

Rückkehr nach Tübingen, Mitglied der Notgemeinschaft Tübingen/Reutlinger Künstler

1950

Studienreise nach Stockholm und in die Schweiz

1951

Gründung der Künstlergemeinschaft Ellipse in Tübingen

seit 1954

Studienreisen und -aufenthalte in Paris, London, Barcelona, New York, Island, Moskau,

Leningrad, England, Schottland, Madrid und Wien

1990

in Tübingen gestorben

 

 


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