Wolfgang Isle – Köpfe und Porträts

 

Ausstellungsdauer:

04. November bis 16. Dezember 2007

 

 



 

          

Wolfgang Isles Malerei spricht den Betrachter frontal und unmittelbar an. Nicht zuletzt, weil seine obsessiv anmutenden Aktionsfelder individuelle wie gesellschaftliche Ängste bloßlegen.


Bildaufbau und Malweise kennzeichnet eine „reflektierte Expressivität“. Die Artefakte sind Schicht um Schicht erarbeitet, verbinden expressiven Gestus mit Zeichnung, die Isle als

das Medium von höchster Genauigkeit versteht.

Drei große Themenkreise haben den Künstler beschäftigt: Porträts, Geschlechterkampf und Massenauftritte.



Wolfgang Isle

Blick in die Ausstellung, I. OG

 

Künstlerische Bezugspunkte des Malers hat man oftmals in der Berliner Kunst der 70er Jahre gesehen. Formen der Gegenständlichkeit und Figuration erschienen damals als rebellisch, als engagierte Alternativen zur Weltsprache des Informel, aber auch zur PopArt und Konzept-

kunst.
Heute ist Wolfgang Isle nicht zuletzt wegen seiner Unmittelbarkeitskunst aktuell wie nie. Es ist eine Malerei, die betroffen macht. Unter die Haut geht. Im Kopf bleibt.

 

 

 

Isle drückt sich so aus: „Die Arbeit des Künstlers hat mit der Wahrheit insofern zu tun, als er unseren Kopf nimmt, ihn in eine Richtung wendet und sagt: Schau!"


Wolfgang Isle

Blick in die Ausstellung

 

 

 

KURZBIOGRAFIE

 

1945

in Rodheim v.d.H. (Hessen) geboren

1969/73

Tätigkeit als Werbefotograf

1972/78

Studium der Malerei, Film und Videokunst an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin und Studium der Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin

1973

Begegnung mit Allan Kaprow und Wolf Vostell während der Aktion der Avantgarde 1973 Herstellung von Videofilmen für Taka Immura

1974

Gründung der Gruppe ARA ARA mit Rainer Fetting, Barbara Heinisch u.a.

1978/80

Veranstaltung von Film- und Videoseminaren an der HdBK Berlin

1981/83

Lehrauftrag an der Mettnauschule Radalfzell

1985/90

wohnhaft in Lucklum-Erkerode / Braunschweig

1990

Übersiedlung auf die Höri, Bezug des Ateliers im ehemaligen Kloster Öhningen

1996

verstorben im Mai.

 

 


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